Hochklassige Kämpfe beim 4. «SwissBoxing Nationen-Cup» in Luzern

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29.09.2019 06:10 Uhr
Jack Schmidli

Der durch den Boxing-Club Luzern organisierte 4. «SwissBoxing Nationen-Cup» war ein Erfolgserlebnis auf der ganzen Linie. Zwar konnte das SwissBoxingTeam nicht an frühere Erfolge anknüpfen (die Schweiz gewann die begehrte Trophäe dreimal), das Publikum kam aber voll und ganz auf seine Rechnung. Die Athleten aus Frankreich, Irland, Deutschland und der Schweiz zeigten teils hochklassige, begeisternde Kämpfe. Sieger der Ausmarchung wurde das starke Frankreich vor den ebenfalls überzeugenden Iren, der Schweiz und Deutschland. Als besten Techniker zeichnete die Jury den jungen Iren Adam Hession aus.

Anders als in den Vorjahren, kamen gestern und am heutigen Sonntag zur Nachwuchsförderung auch Jungboxer der Kategorie Jugend zum Einsatz. Und auch das sogenannte «Schwache Geschlecht» war in Luzern vertreten. Vier Frauen kämpften im Weltergewicht um die begehrte Goldmedaille. Erwartungsgemäss erwiesen sich die Franzosen als starke Teilnehmer.  Sie gewannen gestern Samstag nicht weniger als fünf der sechs Kämpfe und glänzten heute Sonntag mit drei Gold- einer Silber- und einer Bronze-Medaille. Lohn für die sehr guten Leistungen ist der Gewinn der begehrten SBNC-Trophäe.

Mit dem 2. Platz in der Nationenwertung wusste das starke Team aus Irland zu überzeugen. Die Iren, die erstmals am Nationen-Cup teilnahmen und kurzfristig für die Italiener einsprangen, überzeugten durch kämpferische und technisch starke Leistungen.  Sie gewannen zwei Gold-, eine Silber- und eine Bronze-Medaille. Mit Adam Hession zeichnete die Jury zudem den besten Techniker des Turniers aus.  Die Boxer aus Irland waren begeistert vom Turnier und würden nach Aussage ihres Chefcoaches «gerne wieder kommen».

Glanzlicht bei den Schweizern war der junge Thurgauer Jason Kuogo. Er besiegte im Halbweltergewichts-Finale den Deutschen Akseker Haci einstimmig nach Punkten und liess auch heute Nachmittag seinem Kontrahenten Brandon McCarthy (Irland) keine Chance. Jason ist eindeutig ein Versprechen für dieZukunft. Stefanie Roherer gewann ihren gestrigen Halbfinalkampf im Weltergewicht gegen die Irländerin Isobella Hughes mit 3 zu 2 Richterstimmen. Heute Sonntag musste sie sich aber der starken Französin Fatia Benmessahel trotz kämpferischer Leistung geschlagen geben. Mit einem sehr starken Gegner, dem erst 20-jährigen französischen Meister Moreno Fendero bekam es Angel «Floyd»Roque zu tun. Der Franzose kannte nur den Vorwärtsgang und bedrängte seinen Gegner pausenlos mit sehenswerten Kombinationen. Roque war zwar mit schnellen Beinen unterwegs, konnte aber zu wenige Konterschläge platzieren, sodass er das Duell einstimmig mit 5 zu 0 Richterstimmen verlor.

Unter ihrem Wert geschlagen wurden die Deutschen. Trotz guten Leistungen mussten sie sich gestern Samstag bei den Halbfinal-Kämpfen allen Gegnern geschlagen geben. Immerhin gelangen heute im «kleinen Final» zwei Siege und somit der Gewinn von zwei Bronze-Medaillen.

Mit zwei Vorkämpfen wurde der Nationen-Cup gestern eröffnet. Der Schüler Ladion Berisha (BC Luzern) verlor den Revanchekampf gegen den Locarnesen Mattia Plati und der Luzerner Nik Kottmann machte mit Manuel Santos aus Locarno kurzen Prozess. Nach mehreren Niederschlägen in der ersten Runde nahm dessen Ecke den hoffnungslos überforderten Boxer aus dem Kampf.

Ein grosses Lob gebührt dem veranstaltenden Boxing-Club Luzern. Präsident Massimo de Filippo und dessen Team gelang eine perfekte Organisation.

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