Das Interview. Heute mit Jason Kuogo

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03.11.2020 16:30 Uhr
Jack Schmidli


Jason Kuogo, Jahrgang 2001, ist ein Jung-Boxer des Box-Clubs Frauenfeld, der in seiner bisherigen Karriere schon viel erreicht hat: Deutschschweiz- und Tessin-Meister der Kategorie Jugend in den Jahren 2018 und 2019; Schweizermeister 2019 in der gleichen Kategorie. Als noch nicht 19-jähriger trat er überdies im letzten Jahr an den Schweizermeisterschaften der Elite-Boxer in Martigny an und wurde prompt Meister. Darüber hinaus gewann Jason die "Robert Nicolet Trophy 2019" und wurde von der Technischen Kommission von SwissBoxing als "Bester Nachwuchsboxer 2019" ausgezeichnet. Trainiert wird Jason von Engjell Toma. swissboxing.ch führte mit dem aufstrebenden Talent ein Interview.


SB: Wie bist du zum Boxen gekommen und was fasziniert dich an dieser Sportart?

Ich habe etwa fünf Jahre lang Fussball gespielt und mit 14 Jahren damit aufgehört. Danach habe ich ein Jahr lang überhaupt keinen Sport mehr betrieben und mich dann relativ spontan entschieden, mit dem Boxen anzufangen. Vielleicht liegt es auch ein bisschen "im Blut“, da mein Vater der aus Kenya stammt, dort etwa 20 Amateur-Kämpfe im Boxen bestritt.

Die Vielfalt am Boxsport fasziniert mich sehr. Viele Leute denken sich immer noch, beim Boxen gehe es nur um's Verprügeln. Dem ist aber gar nicht so! Die verschiedene Trainingseinheiten, Trainingslager, Kämpfe und Turniere, die Möglichkeit, sich zu verbessern und zu entwickeln - im Sportbereich sowie auch ausserhalb des Rings - das alles fasziniert mich und noch viel mehr. 


SB: Hast du konkrete Ziele? Was möchtest du im Boxsport erreichen?

Mein grösstes Ziel ist die Teilnahme an den Olympischen Spielen im Jahr 2024 in Paris. Nicht nur die Teilnahme, sondern auch der Gewinn einer Medaille - am liebsten der Goldenen - habe ich im Fokus. 

SB: Ist eine spätere Profilaufbahn für dich ein Thema?

Eine Profikarriere kann ich mir eigentlich gut vorstellen, aber die liegt noch in weiter Ferne. Ich will mich zuerst weltweit als erfolgreicher Amateur-Boxer beweisen. Dazu gehört auch eine Teilnahme an den Olympischen Spielen. Es wird also noch ein paar Jahre dauern, bis ich Profi bin. 

SB: Wie oft und wie lange trainierst du in der Woche?

Wenn kein Wettkampf vor der Tür steht, trainiere ich vier bis fünf Mal die Woche an etwa je zwei Stunden. Wenn ich mich aber für einen Kampf oder ein Turnier vorbereite,  trainiere ich fünf bis sieben Mal an je zwei Stunden die Woche.


SB: Wie würdest du deinen Boxstil bezeichnen?

Ich würde sagen mein Boxstil ist sehr variabel.


SB: Welche Stärken kannst du ausspielen und woran musst du noch vermehrt arbeiten?

Meine Stärken sind meine Athletik, die Ausdauer, die Beweglichkeit, die Schnelligkeit und die Kraft. Auch die Technik zählt zu meinen Vorzügen. Am ehesten muss ich noch an der Explosivkraft arbeiten. 


SB: Wie hast du die Corona-Pandemie bisher in Bezug auf das Training gemeistert?

Während der ganzen Corona Pandemie habe ich immer weiter trainiert und blieb fit. Man weiss ja nie, wann man wieder kämpfen darf. Aus diesem Grund halte ich mich wenn immer möglich fit. 

SB: Wie beurteilst du deine Leistungsfähigkeit? Hast du dich seit der Meisterschaft von 2019 in Martigny verbessern bzw. weiterentwickeln können?

Seit der letzten Schweizermeisterschaft konnte ich mich stark verbessern. Es gab zwar einige kleine Punkte,  an denen ich arbeiten musste; aber es gab nichts, an dem ich mich spezifisch verbessern musste. Ich und mein Trainer arbeiten an allen meinen Fähigkeiten, um diese weiter zu verbessern. Das erreiche ich ausschliesslich durch hartes Training.

SB: Hast du Vorbilder im Boxen? Welche?

Mein Trainier Engjell Toma ist eines meiner grössten Vorbilder im Boxen. Er selber hat auch über 80 Amateurkämpfe bestritten. Floyd Mayweather Jr ist ebenfalls eines meiner Vorbilder.

SB: Und noch eine letzte Frage: Du machst sehr viel für das Boxen. Bleibt da noch Zeit für Hobbies? Wenn ja, welche?

Neben dem Boxen mache ich zusammen mit Freunden Musik. 

Besten Dank Jason, dass du dir Zeit genommen hast für das Interview. Wir wünschen dir weiterhin nur das Beste, vor allem gute Gesundheit und sportlichen Erfolg.


Jack Schmidli, Mitglied der Medienkommission

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