Faton Vukshinaj's grösster Sieg in einem grandiosen Kampf

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21.02.2021 13:12 Uhr
nataliewaltmann@yahoo.com

Vierzehn Monate musste Faton Vukshinaj warten, bis er wieder für einen Profikampf in den Ring durfte. Das Warten und sein hartes Training haben sich gelohnt. Am Box-Event in Karlsruhe hat sich Faton «El Vulcano» Vukshinaj heute Abend den grössten Sieg seiner Karriere erkämpft. Er trieb den bisher ungeschlagenen deutschen Meister im Supermittelgewicht, Alexander „The Great“ Rigas immer wieder in Enge, war aggressiver und dominierte den Kampf klar von der Ringmitte aus. Das wurde auch von den Ringrichtern anerkannt, die den Kampf einstimmig für Faton werteten. «Dieser Sieg ist der bisher grösste Sieg für mich. Ich bin sehr glücklich und hoffe, dass ich nun die Chance auf einen Titelkampf bekomme.»

Vor dem heutigen Kampf im Mittelgewicht zeigte sich Faton Vukshinaj selbstbewusst. 

Er sei fitter denn je und bereit für diesen Kampf. « Ich werde alles dafür geben, meinen nächsten Sieg zu holen, egal wie schwer es wird. Ich will gewinnen.» Sein Bruder und Trainer Mergim Vukshinaj und sein Team haben ihn perfekt auf diesen wichtigen Kampf vorbereitet. Man hat sich bewusst für einen starken Gegner entschieden. Alexander „The Great“ Rigas, deutscher Meister im Supermittelgewicht, hat bisher 12 Kämpfe absolviert und war ungeschlagen. 

Der Kampf fand aufgrund der aktuellen Situation ohne Publikum statt, wurde aber von Fight24 live übertragen. Diejenigen, die den Kampf via Stream verfolgen konnten, haben einen grandiosen Kampf erlebt. Faton dominierte den Kampf von der Ringmitte aus, war klar der aggressivere Kämpfer, traf aber auf einen Gegner, der sich immer wieder zu fangen wusste. «Wie viele von den Haken kann man noch einstecken?» fragte der Reporter in Runde 5. 

Das Tempo des Kampfes war durchgehend hoch, es war ein starkes Gefecht. Kurz vor Ende hörte man den Reporter sagen «Ganz ehrlich, ich hätte mir noch vier Runden gewünscht.» Es war einer der Kämpfe, die der Boxsport braucht, eine «Hammervorstellung». Der Kampf ging über die vollen acht Runden und war bis zur letzten Minute spannend, ein K.O.-Sieg von Faton Vukshinaj in Reichweite. Nach acht Runden kam das Urteil der Punktrichter und fiel deutlich aus: Faton «El Vulcano» Vukshinaj hat den grössten und wichtigsten Kampf seiner Karriere gewonnen. «Heute habe ich der Boxwelt gezeigt, dass man sich meinen Namen merken muss.» 

Dieser eindrucksvolle Sieg war der bisher wichtigste in der Karriere des Basler Box-Champions. Nun wartet er auf die nächste Herausforderung, einen Titelkampf. Denn sein Ziel ist es, eines Tages Weltmeister zu werden. Dass er das Zeug dazu hat, hat er heute bewiesen. 

Wir haben Faton nach dem Kampf interviewt.

Faton, wie fühlst du dich nach dem Sieg?

Ich bin sehr glücklich, dass ich den Kampf gewonnen habe. Mein Gegner war stark und wir hatten nur zwei Wochen Zeit, um uns vorzubereiten. Für die Vorbereitung auf solch einen Spitzenkampf braucht man normalerweise drei Monate. Umso grossartiger ist es, dass wir den Sieg geholt haben. Mein Team hat einen super Job gemacht und mich in dieser kurzen Zeit perfekt auf den Kampf eingestellt.  

Wie war es für dich, nach vierzehn Monaten wieder im Ring zu stehen?

Es hat sich extrem gut angefühlt, aber es war auch eine Herausforderung. Dadurch, dass meine geplanten Kämpfe durch die Pandemie im letzten Jahr ausgefallen sind, hat mir die Wettkampf-Praxis gefehlt. Ich konnte in dieser Zeit keine Sparrings machen und wir sind mit der Zusage zu diesem Kampf auch ein Risiko eingegangen. Wir haben zugesagt, weil wir wussten, dass wir diese Chance nutzen müssen und an einen Sieg glauben. Ich habe in den letzten Monaten so hart trainiert wie noch nie. Ich wollte parat sein, wenn ein Angebot kommt.

Wie hast du den Kampf erlebt?

Es war ein harter Kampf und der Gegner hat sich sehr gut auf mich eingestellt. Alexander Rigas hat ein Kämpferherz und sehr gut dagegengehalten. Ich wusste, dass ich alles geben muss, um zu siegen. Das harte Training hat sich ausgezahlt und ich hatte bis zum Schluss genügend Kraft und Reserven. 

Wie geht es jetzt weiter?

Ich werde mir nicht viel Zeit nehmen, um mich auf dem Sieg auszuruhen, sondern weiter hart trainieren. Wir haben durch die Pandemie ein Jahr verloren, in dem ich keine Kämpfe bestreiten konnte. Das müssen wir aufholen und parat sein, wenn das nächste Angebot kommt. Ich habe ein Ziel vor Augen, das mich jeden Tag motiviert: Weltmeister zu werden. Was ich jetzt brauche, sind Titelkämpfe.  

 

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