Schweizer Nachwuchs schreibt Geschichte

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22.05.2021 16:52 Uhr
Jack Schmidli

Der Schweizer Nachwuchs überzeugt in Ungarn mit fünf Medaillen: 1 x Gold, 2 x Silber und 2 x Bronze. Adam Messibah gewinnt sein erstes EUBC-Turnier und gilt bei den Experten als Geheimfavorit für die Jugend-Europameisterschaften 2021.

Gestern war wiederum ein Freudentag für die Schweizerdelegation in Ungarn. Nach guten Kämpfen verloren Jimmy Beckert und Marwan Maslard zwar den Final, erkämpften sich aber von vielen nicht erwartete Silbermedaillen. Adam Messibah krönte seine noch junge Karriere mit einem glanzvollen Sieg gegen den starken Turnierfavoriten Ameline Louis aus Frankreich. Die Kämpfe im Telegrammstil:

Maslard Marwan vs. Prosksa Artur (Polen)- Junioren bis 60 kg
Maslard’s Gegner erwies sich als bärenstarker Rechtsausleger, der schwer zu boxen war, da er seine Reichweite optimal nutzte. Maslard hielt dagegen, verlor aber trotz kämpferischer Leistung nach Punkten. Die Silbermedaille ist aber trotzdem ein absolutes Highlight für den sympathischen Romand.

Jimmy Beckert vs. Saifouallah Saidoulaev (Österreich)- Junioren bis 66 kg
Jimmy zeigte nach seinen drei Siegen auch im vierten Kampf eine tolle Leistung. Mit seiner Schnelligkeit konterte er den Österreich-Tschetschenen geschickt aus und setzte immer wieder gute Treffer. Das Kampfgericht entschied den weitgehend ausgeglichenen Kampf aber zu Gunsten der blauen Ecke. Auch für Jimmy gilt: Die Silbermedaille ist der verdiente Lohn für hervorragende Leistungen.

Adam Messibah vs. Ameline Louis (Frankreich) – Youth bis 69 kg
Das Flaggschiff des Schweizerteams wusste auch im Finalkampf zu brillieren. Sein Gegner Ameline Louis gilt in der Boxszene als «der kommende Mann». Der starke Franzose ging entschlossen zu Werke und versuchte, Adam, der Ringintelligenz zeigte und immer wieder schnelle und akkurate Hände ins Ziel brachte, vergeblich zu stoppen. Seine Versuche, den Schweizer zu stellen liefen immer wieder in Leere. Goldmedaillengewinner im Weltergewicht: Adam Messibah!

Zu erwähnen ist auch der überzeugende Auftritt von Angela De Felice im Halbfinale gegen die Ungarin Vivien Koloszar. Angela war ebenbürtig und verlor ganz knapp mit dem Score von 3:2. 

Christina Nigg (Chefin Leistungssport) und Federico Beresini (Nationaltrainer) sind von der Qualität und vom Potenzial des Teams absolut überzeugt. «Es macht Spass, mit diesen jungen Leuten zu arbeiten und sie zu entwickeln», sagte der überglückliche Federico nach dem Turnier. «Das vor einem Jahr erarbeitete Leistungssportkonzept trägt bereits Früchte», sieht sich Christina in ihrer Arbeit bestätigt.  

 

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