Klares Bekenntnis der Politik zum Sport

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10.11.2022 00:03 Uhr
Markus Schefer, Verbandsrat und Präsident Kommission Breitensport / JS

Anlässlich der Herbstkonferenz Sport 2022 vom 2./3. November 2022 in Magglingen, an welcher Vertreter und Vertreterinnen von Bund, Swiss Olympic, Kantone und nationalen Sportverbänden teilnahmen, orientierte das Bundesamt für Sport (BASPO) über die Neuerungen im Bereich Jugend und Sport (J+S). J+S feiert dieses Jahr das 50jährige Bestehen. Am anschliessenden sogenannten Magglingertag informierte das BASPO über die Schwerpunkte des Bundes in den nächsten Jahren. 

Die Herbstkonferenz Sport ermöglicht jedes Jahr den Austausch zwischen den verschiedenen Akteuren im Sport. Auch dieses Jahr nutzten viele Regierungsräte, kantonale Amtsdirektoren sowie Vertreterinnen und Vertreter der nationalen Sportverbände, um sich über die sportpolitischen Schwerpunkte auszutauschen. 

50 Jahre Jugend und Sport (J+S)

Im Mittelpunkt der Herbsttagung stand dieses Jahr das 50-jährige Jubiläum von J+S. Pierre-André Weber, Chef Jugend- und Erwachsenensport (JES) beim BASPO, orientierte über die Themen neues J+S-Leitbild, die Verordnungsrevision 2022, neue nationale Datenbank für Sport (NDS) und digitale Lernwelt. Besondere Priorität hat der Kulturwandel im Schweizer Sport. Missbrauch und strukturelle Missstände sollen der Vergangenheit angehören. Dieser Aufgabe nimmt sich das Projekt Ethik im Sport von Swiss Olympic und dem Bundesamt für Sport BASPO an. Swiss Olympic stellte u.a. die Clubmanagement-Ausbildung vor. Den Teilnehmern der Tagung wurde die Möglichkeit geboten, anhand von verschiedenen Diskussionsrunden die genannten Themen zu diskutieren. 

Berichte zum Sportverhalten und Corona

Am Abend trafen sich die Gäste des Magglingertages, der nur alle zwei bis drei Jahre stattfindet, in der grossen Sport-Toto-Halle zum Informationsaustausch. Matthias Remund, Direktor Bundesamt für Sport (BASPO), stellte zwei neue Studien vor. Die erste zu Covid-19-Pandemie zeigt auf, dass die Schweizer Bevölkerung weniger Sport betrieben hat. Dafür betrieb sie öfter draussen Sport. In der zweiten Studie liess das BASPO Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer grosser Sportorganisationen über die Hilfspakete des Bundes befragen. Alle 24 einbezogenen Organisationen stellten demnach fest, dass die Hilfe zur finanziellen Stabilisierung beitrug. Sie mussten deshalb kein Personal entlassen. 

Das nachfolgende Steh-Dinner erlaubte es, das Netzwerk mit der Politik und dem Sport zu pflegen und auszubauen. Bundesrätin Viola Amherd konnte wegen einer Corona-Erkrankung nicht wie vorgesehen am Magglinertag teilnehmen. 

Sportpolitische Zielsetzungen

Gemäss den Ausführungen von Matthias Remund ist die Implementierung ethischer Grundsätze ein zentrales Anliegen in der gesamten Sportförderung, wie beispielsweise der Schutz junger Athletinnen und Athleten. Hierzu wurde bereits eine neue und unabhängige Meldestelle eingerichtet. Weitere Schwerpunkte sind gemäss BASPO die Weiterentwicklung des Förderprogramms Jugend und Sport, die Förderung von Frauen in Führungsfunktionen und den Ausbau der Spitzensportförderung der Schweizer Armee. Zudem sollen grosse Sportanlässe zukünftige nachhaltig und umweltfreundlich organsiert werden.

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

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