Schweizer Boxteam beim „King of the Ring“ in Borås (Schweden)

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05.11.2025 09:17 Uhr
Michael Niederjohann / JS

Starke Auftritte und ein Turniersieg durch Wiran Hausmann

Vom 30. Oktober bis 2. November 2025 nahm ein fünfköpfiges Schweizer Team am renommierten internationalen Boxturnier „King of the Ring“ im schwedischen Borås teil. Das traditionsreiche Event gehört zu den grössten und bedeutendsten Boxturnieren Nordeuropas. In diesem Jahr standen 685 Boxerinnen und Boxer aus 20 Nationen im Ring – darunter zahlreiche nationale Meister und internationale Spitzenathleten. Das Schweizer Aufgebot bestand aus Vertretern zweier Clubs.

Vom Boxclub Root traten an:

·     Albion Dzambazi (57 kg, A-Klasse)

·     Mario Margegaj (67 kg, B-Klasse)

·     Wiran Hausmann (71 kg, C-Klasse)

·     Ivane Orkodashvili (75 kg, A-Klasse) 

Vom Box Club Biel-Bienne:

·     Marouane Escala (67 kg, A-Klasse)

Das Team stand unter der Leitung von Trainer Michael Niederjohann (Boxclub Root).

Turnierverlauf und Ergebnisse Tag 1 – Ein gelungener Auftakt

Zum Auftakt am Freitag stieg Wiran Hausmann als einziger Schweizer in den Ring. Im Viertelfinale traf er auf John Christian Mercado (Italien). Hausmann nutzte seine Schnelligkeit und Reichweitenvorteile gekonnt, traf präzise mit langen Geraden und setzte sich nach Punkten durch. Damit zog er wie seine Teamkollegen, die kampflos eine Runde weiterkamen, ins Halbfinale ein.

Tag 2 – Spannende Halbfinals

Der Halbfinaltag brachte gleich mehrere Auftritte der Schweizer Boxer.
Albion Dzambazi traf auf Yasin Sadiq (UK). Gegen den unorthodox boxenden Gegner fand Dzambazi erst spät in den Kampf, steigerte sich aber ab der zweiten Runde deutlich und entschied die Schlussrunde sogar klar für sich. Trotz einer starken Aufholjagd reichte es nicht mehr zum Sieg – Niederlage nach Punkten.

Mario Margegaj bekam es mit dem französischen Meister Dramane Diarra (FR) zu tun. Diarra zeigte seine Klasse und dominierte über weite Strecken den Kampf. Margegaj kämpfte beherzt, musste sich jedoch am Ende nach Punkten geschlagen geben.

Ein besonders intensiver Kampf entwickelte sich zwischen Marouane Escala und Maley Ryan (FR). Escala dominierte die erste Runde. Geschickt nutzte er die hängende linke Führhand seines Gegners für gezielt geschlagene Overhands und Haken. In der zweiten Runde drehte Ryan auf, während Escala kurzzeitig nachliess. Die dritte Runde war wieder ausgeglichen – das Schweizer Team sah Escala knapp vorne, doch die Punktrichter entschieden zugunsten des Franzosen. Eine knappe, aber vertretbare Entscheidung.

Wiran Hausmann stand erneut im Ring, diesmal gegen Brandon Pombili. In einem taktisch klugen Kampf überzeugte er erneut mit seiner Schnelligkeit und variablem Boxen. Hausmann gewann mit 2:1 Richterstimmen und sicherte sich damit als einziger Schweizer den Einzug ins Finale.

Finaltag – Gold für die Schweiz

Im Finale traf Wiran Hausmann auf Jakub Chomiczev. Hausmann dominierte von Beginn an mit explosiven und präzisen Geraden. Sein Gegner hatte ihm wenig entgegenzusetzen. In der dritten Runde wurde der Kampf nach mehreren klaren Treffern von Hausmann vom Ringrichter abgebrochenSieg durch RSC! Damit krönte sich Wiran Hausmann zum Turniersieger in der Gewichtsklasse 71 kg (C-Klasse) und sorgte für einen gelungenen Abschluss aus Schweizer Sicht.

Ein Turniersieg und wertvolle Erfahrungen

Neben Hausmanns Turniersieg sammelte das gesamte Team wichtige internationale Erfahrung. Die Schweizer Boxer zeigten Herz, Disziplin und Sportsgeist auf und neben dem Ring.

Am Sonntagabend kam das Team wohlbehalten und gut gelaunt nach Zürich zurück – im Gepäck eine Gold-Medaille und die Gewissheit, auf dem richtigen Weg zu sein!

 

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