Newsletter von EBU-Präsident Peter Stucki an die Landesverbände der EBU (Ausgabe Januar 2026).

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02.02.2026 13:11 Uhr
Peter Stucki / JS (Übersetzung aus dem Englischen, DeepL)

Liebe Boxfreunde,

nach einem sehr arbeitsreichen Jahr 2025 hatten wir einen ruhigen Start ins Jahr 2026. Aber keine Sorge: Schon bald nehmen wir wieder Fahrt auf – mit dem vakanten EBU-Superfedergewichts-Titelkampf zwischen Jaouad Belmedhi (F) und Josh Padley (UK), der am 31.01.2026 in Newcastle (UK) ausgetragen wird.

Am 14.02.2026 folgt dann in Lahr (Deutschland) der EBU-Schwergewichtskampf zwischen dem amtierenden Champion Labinot Xhoxhaj (KOS) und seinem offiziellen Herausforderer Pezhman Seifkhani (S). Xhoxhaj begann seine Karriere als Cruisergewicht und gewann überraschend den EBU-Schwergewichtstitel, als er den damaligen Champion Zakhozhyi (UKR) besiegte, der 23 cm grösser und 8 kg schwerer war. Anschliessend verteidigte Xhoxhaj (KOS) seinen neu gewonnenen Titel gegen Mourad Aliev (F), wiederum einen deutlich grösseren und schwereren Gegner. Der kommende Kampf in Lahr ist nun die dritte Titelverteidigung von Xhoxhaj – und erneut geht er scheinbar als Aussenseiter in den Ring.

Gestatten Sie mir nun, meine Gedanken zur europäischen Art der Genehmigung professioneller Boxkämpfe darzulegen und wie dieser Prozess im Idealfall aussehen sollte.

Fast alle Profiboxer in Europa sind bei EBU-angegliederten Verbänden lizenziert, welche die Sicherheitsvereinbarung zwischen den EBU-Verbänden unterzeichnet haben und respektieren. Das bedeutet, dass alle unsere Boxer mindestens einmal pro Jahr eine umfassende medizinische Untersuchung absolvieren, einschliesslich MRI- und MRA-Scans des Kopfes, körperlicher Untersuchungen, Bluttests, Impfungen, augenärztlicher Untersuchungen usw.

Wenn ein Boxer kämpfen möchte, muss er lizenziert und medizinisch von seinem EBU-Verband untersucht sein. Sein Manager/Promoter beantragt den Kampf bei dem Verband, der die Lizenz ausgestellt hat, um die Kampfgenehmigung zu erhalten. Die Person(en), welche den nationalen Verband des Boxers vertreten und über diese Genehmigung entscheiden, müssen fundierte Kenntnisse des Profiboxens und seiner Ranglisten haben, denn unausgeglichene und gefährliche Kämpfe dürfen niemals genehmigt werden. Die Entscheidung dieser Person(en) kann die Gesundheit oder sogar das Leben der Boxer beeinflussen. Es ist absolut notwendig, die Kampfrekorde beider Boxer zu prüfen und richtig zu interpretieren (hat ein ungeschlagener Boxer gegen schwache oder gegen ernstzunehmende Gegner gekämpft?). Auch Sperren, Alter, Aktivität und gegebenenfalls sogar das von BoxRec bereitgestellte Hochrisikoprofil müssen überprüft werden. Die meisten Verbände arbeiten mit speziellen Kommissionen, die über Genehmigungen entscheiden. Und ich wiederhole: Diese Personen bzw. Kommissionen müssen das Profiboxen und seine Risiken kennen.

Wir müssen das Boxen und unsere Boxer schützen – und das gelingt nur, wenn wir sorgfältig und aufmerksam sind. Es geht nicht nur um Geschäft, Geld oder Sensation. Es geht um Fürsorge, Verantwortung und menschlichen Respekt. Ich mag naiv oder blauäugig erscheinen, aber trotz meines Alters und meiner Erfahrung glaube ich weiterhin daran, dass wir das Boxen auf anständige Weise führen können.

Lassen Sie uns die Zusammenarbeit in Freundschaft und Fairness fortsetzen und stets hohe Standards wahren, wenn es um die Gesundheit und Sicherheit unserer Boxer geht.
Bitte zeigen Sie Verantwortung und Fürsorge für alle Boxer, nicht nur für jene, die bei Ihnen lizenziert sind!

Mit meinen herzlichsten persönlichen Grüssen

Peter Stucki
EBU-Präsident

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