Eindhoven Cup 2026

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02.06.2026 00:05 Uhr
Alain Chervet / TK

Wie bereits im vergangenen Jahr nahm das Swiss Boxing Team am Eindhoven Cup in den  Niederlanden teil. Neu konnten sich in diesem Jahr ausschliesslich  Nationalmannschaften für das Turnier anmelden, was zu einem nochmals höheren  sportlichen Niveau führte.  

Angela De Felice vs. Nikola Krysztoforska (POL)  

Angela De Felice fand hervorragend in den Kampf und zeigte eine starke erste Runde. Mit  klaren und präzisen TreƯern setzte sie ihre Gegnerin früh unter Druck. Ab der zweiten  Runde stellte die Polin ihre Taktik um und konnte sich besser auf den Kampfstil der  Schweizerin einstellen. Es entwickelte sich ein ausgeglichener Kampf auf hohem  Niveau. Ab Runde zwei hatte die Polin leichte Vorteile, weshalb Angela den Kampf am  Ende knapp durch Split Decision verlor.  

Timm Kellenberger vs. Arsen Chabyan (AUT)  

Timm zeigte eine sehr starke erste Runde und bestimmte das Geschehen mit hohem  Tempo. Er landete deutlich mehr TreƯer als sein österreichischer Gegner. Umso  unverständlicher war aus Schweizer Sicht die Wertung der ersten Runde, die von allen  fünf Punktrichtern an den Österreicher ging.  

In der zweiten Runde traf Timm seinen Gegner erneut mehrfach klar und hielt den Kampf  oƯen. In der dritten Runde agierte Chabyan deutlich zurückhaltender, oƯenbar im  Bewusstsein, die ersten beiden Runden bereits für sich entschieden zu haben. Timm  setzte nochmals zu einem starken Schlussspurt an, musste sich am Ende jedoch nach  Punkten geschlagen geben.  

Miette Bagutti vs. Angelika Krysztoforska (POL)  

Miette Bagutti hatte beim Eindhoven Cup 2025 mit dem Gewinn der Bronzemedaille  überzeugt und gehörte auch in diesem Jahr zu den Schweizer HoƯnungsträgerinnen. 

Im ersten Kampf des Turniers fand sie jedoch nicht richtig in ihren Rhythmus. Das  Hauptproblem war die fehlende Distanzkontrolle. Oft stand sie zu weit von ihrer  Gegnerin entfernt und konnte dadurch den gewohnten Druck nicht aufbauen, mit dem  sie ihre Gegnerinnen normalerweise in Bedrängnis bringt. Trotz grossem Einsatz gelang  es ihr nicht, ihren Kampfstil durchzusetzen. Auch hier musste sich die Schweiz nach  einem engen Kampf durch Split Decision geschlagen geben.  

Anna Jenni vs. Aaliyah Hoppema (NED)  

Anna Jenni startete gut in den Kampf, verlor die erste Runde jedoch mit 4:1  Richterstimmen. In der zweiten Runde steigerte sie sich deutlich und konnte wesentlich  mehr TreƯer landen als noch zu Beginn des Kampfes. Überraschenderweise wurde auch  diese Runde mit 3:2 an die Niederländerin gewertet. 

In der dritten Runde mobilisierte Anna nochmals alle Kräfte und zeigte ihre stärkste  Runde des Kampfes. Während ihre Gegnerin bereits in der zweiten Runde etwas  nachliess und in der dritten Runde weiter abbauen musste, blieb Anna aktiv und setzte  immer wieder klare Akzente. Dennoch sahen nur drei der fünf Punktrichter die  Schweizerin vorne, wodurch Anna den Kampf knapp mit 3:2 Richterstimmen verlor.  

Fazit  

Die Schweizer Boxerinnen und Boxer hielten gut mit auf hohem internationalem Niveau.  Drei der vier Kämpfe endeten mit einer Split Decision und hätten ebenso gut zugunsten  des Swiss Boxing Teams ausfallen können.  

Für die Zukunft wird es entscheidend sein, das hohe Tempo und den Druck über alle drei Runden konstant aufrechtzuerhalten und klare Treffer zu setzen. So können enge  Kämpfe künftig häufiger auf die Seite der Schweiz gezogen werden. 

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