Sport statt Gewalt: Wilson Sarmento wehrt sich gegen falsche Darstellung vom Boxen

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17.06.2026 15:50 Uhr
Wilson Sarmento / JS (Übersetzung: DeepL)

Wilson Sarmento, Mitglied des Verbandsrates von SwissBoxing und Präsident der Federazione Pugilistica Ticinese, hat auf einen online publizierten Artikel von Tio/Ticino Online reagiert. Darin wurde eine Studie der Universität Zürich über Gewaltbereitschaft, Misogynie und Homophobie bei jungen Männern thematisiert – illustriert jedoch mit einem Bild aus dem Bereich des Box- bzw. Kampfsports.

Sarmento kritisiert diese visuelle Verbindung. Aus seiner Sicht trägt sie dazu bei, Vorurteile gegenüber dem Boxen und den anerkannten Kampfsportarten zu verstärken. In seinem Schreiben weist er darauf hin, dass gerade diese Sportarten Disziplin, Respekt, Selbstkontrolle und Fairness vermitteln – und damit oft Teil der Lösung sind, nicht des Problems (JS).

Nachfolgend veröffentlichen wir den Leserbrief von Wilson Sarmento im Wortlaut.

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Wenn es um Gewalt, Frauenfeindlichkeit, Homophobie oder Probleme bei Jugendlichen geht, ist es richtig, diese Themen ernsthaft und verantwortungsbewusst anzugehen. Allerdings teile ich nicht die Entscheidung, solche Artikel mit Fotos aus dem Boxsport oder den Kampfsportarten zu illustrieren.

Meiner Meinung nach vermittelt die visuelle Verknüpfung von Boxen, olympischem Ringen, Kickboxen, Muay Thai und anderen Sportarten mit Phänomenen sozialer Gewalt eine falsche Botschaft.

Anerkannte Kampfsportarten vermitteln Regeln, Disziplin, Respekt, Selbstbeherrschung und Inklusion. Wer in einen Ring oder auf eine Tatami-Matte steigt, muss sich an genaue Regeln halten und den Gegner, die Kampfrichter sowie die Werte des Sports respektieren.

Meiner Erfahrung nach sind Kampfsportarten oft Teil der Lösung und nicht Teil des Problems. Jeden Tag arbeiten Trainer, Funktionäre und ehrenamtliche Helfer daran, jungen Menschen Respekt, Verantwortung und das Zusammenleben zu vermitteln.

Aus diesem Grund halte ich es für wichtig, auch auf die in der Kommunikation verwendeten Bilder zu achten, damit keine Stereotypen verstärkt werden, die nicht der Realität unserer Sportbewegung entsprechen.

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