Boxen Beider Basel 2026 – Staffelkampf im Boxen in der St. Jakobshalle

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21.06.2026 03:34 Uhr
TK

Die diesjährige Veranstaltung «Boxen Beider Basel» in der St. Jakobshalle Basel bot den zahlreichen Zuschauerinnen und Zuschauern einmal mehr alles, was den Amateurboxsport auszeichnet: technische Klasse, kämpferischen Einsatz, Fairness und grossen Respekt unter den Athletinnen und Athleten. Von den Nachwuchskategorien bis hin zu den Elitekämpfen präsentierte sich der Schweizer Boxsport in hervorragender Verfassung.

Das Ende dieser Veranstaltung markierte ein Staffelkampf zwischen den Teams «Beider Basel» und dem Tessin. Doch zuvor gab es unteranderem folgende Begegnungen:

Im U17-Kampf bis 75 Kilogramm standen sich Gabriel Dreier von Noble Art Boxing und Ari Zurbriggen von ABCB Athletic Box Club Bern gegenüber. Zurbriggen präsentierte sich von Beginn an sehr fokussiert und überzeugte mit einer aktiven Ringarbeit. Immer wieder gelang es ihm, mit präzisen Aktionen die besseren Treffer zu setzen und das Kampfgeschehen zu bestimmen. Die Punktrichter werteten den Kampf einstimmig mit 3:0 zugunsten des Berners. Der Elitekampf zwischen Nate Justin Leuenberger von Arnold BoxFit und Beslind Schobacher vom Athletik Boxclub Zofingen entwickelte sich zu einer der ausgeglichensten Begegnungen des Tages. Beide Boxer überzeugten mit technischem Können und grossem Einsatzwillen. Keiner der Athleten konnte sich entscheidend absetzen, weshalb das Kampfgericht folgerichtig auf ein Unentschieden entschied.

Florin Tuor vom Box Ring Basel traf vor heimischem Publikum auf Erjon Nikoliqi von KSSB Boxing und lieferte sich mit seinem Gegner einen intensiven Schlagabtausch. Beide Athleten suchten immer wieder die Offensive und gestalteten die Begegnung über weite Strecken offen. Tuor gelang es jedoch, insbesondere in den entscheidenden Phasen des Kampfes die klareren Treffer zu setzen. Die Punktrichter sprachen ihm schliesslich einen knappen 2:1-Sieg zu. Elisabeth Jost von Noble Art Boxing zeigte gegen Angela Scherer vom Bärebox Club Bern eine starke Vorstellung. Mit guter Distanzkontrolle, hoher Aktivität und präzisen Aktionen bestimmte sie über weite Strecken das Geschehen im Ring. Scherer hielt engagiert dagegen, doch Jost liess keinen Zweifel an ihrer Überlegenheit aufkommen. Der einstimmige 3:0-Punktentscheid spiegelte die Kräfteverhältnisse treffend wider.

Im U19-Duell zwischen Luca Ruf vom Box Club Sissach und Ruben Gebhardt von Noble Art Boxing entwickelte sich ein technisch ansprechender Kampf. Gebhardt gelang es, seine Aktionen konsequent vorzubereiten und immer wieder wirkungsvolle Treffer zu landen. Mit einer disziplinierten Leistung über alle drei Runden sicherte er sich einen klaren 3:0-Erfolg. Fabio Islamaj von Arnold BoxFit und Alessandro De Lorenzo Buratta von KSSB Boxing lieferten sich einen engagierten Elitekampf. De Lorenzo Buratta überzeugte dabei durch seine Übersicht und seine Fähigkeit, das Tempo der Begegnung zu bestimmen. Mit konsequenter Ringkontrolle und einer Vielzahl sauberer Aktionen gewann er sämtliche Wertungen der Punktrichter und siegte verdient mit 3:0.

Der Staffelkampf begann mit der gemeinsamen Vorstellung der Kämpfer im Ring. In Rot trat das Team Basel an und im blauen Trikot das Team aus dem Tessin.

Im U17-Kampf bis 55 Kilogramm traf Osman Gümüs von KSSB Boxing auf Yuri Biondo Boxe Club Ascona. Beide Nachwuchsboxer zeigten grossen Kampfgeist und lieferten sich ein spannendes Duell. Gümüs gelang es immer wieder, die Initiative zu übernehmen und wichtige Punkte zu sammeln. Nach drei intensiven Runden erhielt er den Zuschlag der Punktrichter mit 2:1 Stimmen. Robert Bendi von Goldendragon Kampfsport stellte sich dem starken Samuele Ghezzi vom Restless Gym. Ghezzi präsentierte sich über die gesamte Kampfzeit sehr konzentriert und bestimmte mit seiner aktiven Ringarbeit den Rhythmus der Begegnung. Mit einer geschlossenen Leistung und klaren Treffern sicherte er sich einen einstimmigen 3:0-Erfolg.

Im nächsten Kampf traf Viktor Rrahmani vom Fight Club 44 Boxing auf Christian Torres vom Boxe Club Riazzino. Rrahmani zeigte eine starke Vorstellung und überzeugte mit hoher Schlagfrequenz sowie guter Kontrolle der Ringmitte. Torres suchte immer wieder den Weg nach vorne, fand jedoch nur selten Mittel gegen die präzisen Aktionen seines Gegners. Der klare 3:0-Punktentscheid zugunsten von Rrahmani rundete einen gelungenen Auftritt ab. Im U17-Kampf bis 70 Kilogramm standen sich Muchot Gebreslasie von KSSB Boxing und Kerem Bulut vom DAMA Boxingspace gegenüber. Die beiden Nachwuchsboxer lieferten sich eine ausgeglichene und temporeiche Begegnung, in der beide Athleten immer wieder gute Aktionen setzen konnten. Gebreslasie überzeugte insbesondere durch seine Aktivität und seine Bereitschaft, den Kampf aus der Ringmitte heraus zu gestalten. Bulut hielt mit grossem Einsatz dagegen und machte es seinem Gegner bis zum Schluss schwer. Nach drei umkämpften Runden entschieden die Punktrichter knapp mit 2:1 Stimmen zugunsten von Muchot Gebreslasie, der sich damit einen verdienten Erfolg sichern konnte.

Einen der eindrucksvollsten Auftritte des Schlussprogramms zeigte Kerem Ali Colakoglu von Noble Art Boxing gegen Michele Cortesi vom Fight Gym Boxing Lugano. Colakoglu kontrollierte das Geschehen von Beginn an und setzte seinen Gegner kontinuierlich unter Druck. In der zweiten Runde sah sich der Ringrichter gezwungen, den Kampf abzubrechen. Der Sieg durch RSC in Runde zwei war die logische Folge einer dominanten Vorstellung. Der Elitekampf zwischen Mustafa Noori von KSSB Boxing und Elia Monotti vom Restless Gym entwickelte sich zu einer taktisch anspruchsvollen Begegnung. Beide Boxer fanden immer wieder gute Lösungen und schenkten sich nichts. In einem ausgeglichenen Kampf bewies Noori die etwas grössere Konstanz und gewann nach drei Runden mit 2:1 Richterstimmen.

Im anschliessenden Elitekampf traf Gian Paulin vom Box Ring Basel auf Efe Yilmaz vom Fight Gym Boxing Lugano. Der Basler zeigte eine engagierte Leistung und kassierte aber zunehmend immer mehr Schläge seines Gegners. In der dritten Runde wurde der Kampf abgebrochen, womit Yilmaz als Sieger feststand. Der Erfolg wurde vom Publikum entsprechend gewürdigt und sorgte für einen weiteren Höhepunkt des Tages. Luke Decarli vom Box Club Basel und Marc Arnaboldi von DAMA Boxingspace lieferten sich ein technisch sauberes und temporeiches Duell. Beide Athleten überzeugten mit guter Beinarbeit und taktischer Disziplin. Decarli gelang es jedoch häufiger, klare Treffer zu landen und die Ringmitte zu kontrollieren. Nach drei Runden sprachen ihm die Punktrichter den verdienten 2:1-Erfolg zu.

Mit Aiden Cosma Shanti Imbert stand Tim Ruf von Noble Art Boxing einem Kaderathleten von SwissBoxing gegenüber. Ruf liess sich davon jedoch nicht beeindrucken. Er boxte konzentriert, arbeitete konsequent aus der Distanz und fand immer wieder die besseren Lösungen. Über drei Runden zeigte er eine reife Leistung und wurde dafür mit einem einstimmigen 3:0-Punktsieg belohnt. Einer der bemerkenswertesten Erfolge des Tages. Im letzten Kampf des Tages standen sich Magdy Abu Abdo von Noble Art Boxing und Bruno Bernasconi Sarmento vom Fight Gym Boxing Lugano gegenüber. Beide Athleten wollten den Schlusspunkt der Veranstaltung setzen und lieferten sich eine engagierte Begegnung. Bernasconi zeigte sich insbesondere in den entscheidenden Momenten etwas zwingender und gewann nach drei umkämpften Runden mit 2:1 Richterstimmen. Damit baut Bernasconi seine Siegesserie weiter aus.

Dank an alle Beteiligten

Ein besonderer Dank gilt dem Organisationsteam um Claudio Frick, Momo Draganovic und Benny Jäger vom Boxring Basel für die hervorragende Durchführung der Veranstaltung. Die professionelle Vorbereitung, die ausgezeichnete Infrastruktur und die reibungslose Organisation schufen optimale Bedingungen für Athleten, Trainer, Offizielle und Publikum. Ebenso verdienen die zahlreichen Helferinnen und Helfer, die Kampfrichter, Zeitnehmer, Ringrichter, die medizinische Betreuung sowie alle ehrenamtlich engagierten Personen grosse Anerkennung. Ohne ihren unermüdlichen Einsatz wäre ein Anlass dieser Grössenordnung nicht möglich.

Ein herzliches Dankeschön geht auch an die Trainerinnen und Trainer, die ihre Athletinnen und Athleten mit viel Fachwissen und Engagement auf diese Kämpfe vorbereitet haben. Nicht zuletzt gebührt den Boxerinnen und Boxern selbst grösster Respekt. Sie haben mit Fairness, Disziplin und Leidenschaft gezeigt, wofür der Amateurboxsport steht. «Boxen Beider Basel 2026» war ein rundum ausgezeichneter Anlass und ein starkes Zeichen für die lebendige und engagierte Schweizer Boxszene.

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