Domenico Savoye tritt nach über 20 Jahren im Dienst des Schweizer Boxens zurück
03.08.2026 20:54 Uhr
Amir Orfia
Seit den 2000er-Jahren Präsident des Boxing Club Martigny, Vizepräsident von SwissBoxing und Mitglied der Kommission für Profiboxen : Domenico Savoye legt seine Ämter im Verbandsrat nieder. Sein Engagement in Martigny führt er weiter.
Domenico Savoye hat seinen Rücktritt aus dem Verbandsrat, vom Amt des Vizepräsidenten von SwissBoxing und aus der Kommission für Profiboxen bekannt gegeben. SwissBoxing respektiert seinen Entscheid und möchte ihm seinen Dank aussprechen.
Seine Geschichte ist zuerst diejenige von Martigny, einem der ältesten Boxklubs des Wallis, seit 1935 Ausbildner und Förderer des Nobel Art. 1969 baut dort Hermann Perroud die ersten Strukturen auf, mit Jérôme Rouiller als Trainer. Es folgen Jacques Uberti im Jahr 1972, dann Pierrot Josquin, Philippe Moret und Marcel Huguenin. In den 2000er-Jahren übernimmt Domenico Savoye das Präsidium, und er führt den Klub bis heute. Diplomierter Trainer mit J+S-Anerkennung, Manager, Funktionär : er hat alle Aufgaben des Boxsports übernommen, angefangen bei derjenigen, die am meisten zählt, nämlich abends in der Halle zu stehen, mit jungen Menschen, Winter für Winter.
Es war der verstorbene Robert Nicolet, der ihn in den Verbandsrat geholt hat. Er hat sich nicht geirrt. Als Vizepräsident und als Mitglied der Kommission für Profiboxen hat Domenico Savoye jedes Geschäft mit derselben Sorgfalt und demselben Blick für das Gesamtinteresse behandelt. In einem Verband merkt man sich die Namen derjenigen, die reden. Weniger die Namen derjenigen, die tragen. Er gehört zur zweiten Sorte, und ohne sie funktioniert nichts.
Persönlich möchte ich Folgendes hinzufügen. Ich respektiere seinen Entscheid, und ich weiss, dass er ihm nicht leichtgefallen ist : man verlässt ein Haus, dem man so viele Jahre gegeben hat, nicht ohne Schmerz. Ich habe ihn nie die Stimme erheben hören. Ich habe ihn nie etwas anderes vertreten sehen als das Interesse unseres Sports und derjenigen, die ihn ausüben. Seine Korrektheit und seine Würde haben nie geschwankt. Er ist ein Gentleman im vollen Sinne des Wortes. Das Wort ist aus der Mode, der Mann ist es nicht. Ich möchte ihm von ganzem Herzen danken : für diese Jahre, für seine Zeit, für seine Loyalität und für die Art, wie er die Dinge immer getan hat. Wir schulden ihm viel, weit mehr, als eine Mitteilung sagen kann.
Domenico Savoye bleibt als Trainer und Präsident des Boxing Club Martigny engagiert, also dort, wo unser Sport wirklich entsteht. Unsere Wege werden sich weiterhin kreuzen, und die Tür des Verbandes bleibt ihm offen.
Im Namen des Verbandsrats und der gesamten Schweizer Box-Gemeinschaft : danke, Domenico.
Amir Orfia, Präsident von SwissBoxing


